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Kirchspiel Carlow

Carlow

Der Ort wurde erstmalig 1157 erwähnt und hatte 20 Hufen. Das Rittergeschlecht der Carlows, deren Burg westlich vom Dorf am Rande der sumpfigen Maurinewiesen lag, war mehrmals im Besitz der Ortschaft und hat den Namen übernommen. 1291 verbanden sich die Herzöge von Mecklenburg mit Lübeck, um die Raubritterburg zu zerstören. Sie wurde jedoch wieder aufgebaut und bestand noch 1397, als die Carlows ihre Höfe und die Dörfer Carlow, Klocksdorf und Kuhlrade dem Bischof verkauften, der sie in seiner Geldnot 1401 dem Domkapitel verpfändete. Heute ist die Burg bis auf wenige Spuren des Rundlings verschwunden.

Carlow ist ein großes Kirchdorf an der Lübeck-Rehnaer Straße am Maurinebach. Der alte Frachtweg von Lübeck nach Gadebusch führte hier vorbei. Heute ist Carlow auch mit Schönberg und Klocksdorf durch eine Chaussee verbunden.

Der Ort ist ein Angerdorf mit je einem Brink an den Ost- und Westeingang, durch deren Bebauung es zu einem Haufendorf kam. Von der Westspitze des ehemaligen Angers führte eine Brücke zu der einstigen Rundburg.

8 Vollhufner, 3 Halbhufner, 3 Gastwirte und 38 Büdnereien, sowie eine Pfarre, Molkerei, Försterei, Pfarrwitwenhaus und das ehemalige Landreiterhaus. Ein Schule gab es seit der Reformation.

Carlow wurde als eines der größten Dörfer des Ratzeburger Landes Gemeindesitz und damit politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt mit Umlandfunktion. Es bekam Kaufeinrichtungen, mehrere Betriebe siedelten sich an und Ärzte ließen sich nieder. 1990 wurde es Amtssitz,schloß sich aber wegen der geringen Einwohnerzahl mit dem Amt Rehna zusammen.