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Kirchspiel Schönberg

Raddingsdorf


Radewenstorp,“ Ort des Radowan “; weitzurückreichende Siedlungsspuren bezeugen das um 1850 abgefahrene Kegelgrab auf dem Jüttbarg sowie weitere derartige Gräber auf den Gemarkungen Hinnelst halw Koppel und Jungfernbarg und Urnenfunde auf der Gemarkung Hegelande; Kapitelsdorf, rundlingsartiges Angerdorf mit ehemals 6 Stellen. 1301 wurden 10 Mk. von den Einkünften des Dorfes für die Speisung des Domkapitels verwandt. 1419 legte Bischof Johannes Trempe einen Grenzstreit zwischen Raddingsdorf und Neschow bei. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war das Dorf noch nach Herrnburg eingepfarrt. Die Regulierung erfolgte 1827; Feldmark von 190 ha. 1939 gab es 46 Einwohner, 1946 waren es 113. Der zweite Weltkrieg traf die Familien des Dorfes schwer. Zwei junge Bauern, Blohm und Oldenburg kehrten nicht zurück, von zwei Brüdern Retelsdorf kehrte nur einer 1947 heim. Ab 1952 wurden drei Höfe vom ÖLB übernommen. Die auf Hof V wohnenden Verwandten des Hauswirts wurden verwiesen und anderweitig untergebracht, der Hof selbst in Treuhandschaft übergeben. 1954 bildete sich aus dem ÖLB die LPG „Roter Stern“ Raddingsdorf, die 1959 mit der LPG in Rieps zusammengelegt wurde. Kurze Zeit bildete Raddingsdorf mit Neschow eine Gemeinde, ehe es dann Rieps zugeordnet wurde.